Bee Simulator – Ein Spiel für die Familie

Bei dem Titel Bee Simulator habe ich einen dieser schrottigen, aber spaßigen Simulatoren erwartet und dank Playstation Extra war es sogar umsonst spielbar. Dann erlebte ich allerdings ein Spiel, dass gut zur Biene Maya gepasst hätte, aber eher keine Simulation ist und eine ganz andere Zielgruppe anvisiert als ich dachte.

Die Königin hat das sagen

In einem echten Bienestock gibt es eine Königin, die das einzigste geschlechtsreife Weibchen im Volk der Honigbienen ist. Sie unterscheidet sich von den anderen Bienen nicht nur im Aussehen und Größe, sondern auch in ihren Aufgaben. Ihre Arbeit besteht im legen der Eier und dem Lenken des Volkes durch den Einsatz von Pheromonen. Wer dazu mehr erfahren will, der findet den Link unter den Quellen am Ende des Artikels, denn von der Realität müssen wir uns schnell verabschieden. Im Bee Simulator gibt es einen Thronsaal in dem die Königin, umgeben von ihren Wachen, Audienzen abhält und persönlich Anweisungen an einzelne Bienen vergibt.

Fairerweise muss ich aber sagen, dass ich jeden Anspruch an eine wirkliche Simulation schon aufgegeben hatte, als ich die erste Aufgabe von der Königin erhalten habe, denn da lag bereits das Tutorial hinter mir. Vor der Audienz gab es also mein erstes Flugtraining und wie in jedem guten Bienenstock, gab es auch hier einen speziellen Trainingsbereich. Nur zur Sicherheit sei nochmal erwähnt, dass Bienen so etwas nicht besitzen. Übrigens auch keine Bibliothek, aber dazu komme ich später.

Das Gameplay könnt ihr euch in meinem Let´s Play ansehen:

Jede Biene muß ins Training

Bevor ich von der Königin persönlich eine Aufgabe erhalten konnten, musste ich ins Training. Dazu ging es in den speziellen Trainingsbereich in dem es reichlich Blüten gab und wir Pollen sammeln konnten. Das es im Bee Simulator Blüten in verschiedenen Seltenheiten gibt ist da noch okay gewesen, aber dass ich nur Ringe bei den Blüten durchfliegen musste zum sammeln, störte mich schon. Ja jede Landung würde den Flug unterbrechen und das Spiel damit an Schwung verlieren, allerdings würde es dem Wort Simulation etwas Wert verleihen. Die Trainingsaufgabe eine bestimmte Anzahl an Blüten zu sammeln erhielt ich später immer wieder.

Im Training empfand ich die Steuerung vom Bee Simulator noch als etwas gewöhnungsbedürftig, was mich da noch nicht störte und erst im eigentlichen Spiel zum kleinen Problem wurde. Sie versagte für mich bei schnellen Passagen in engen Räumen. Dort verlor ich immer wieder schnell die Übersicht und blieb leicht mal hängen. Der Abschnitt hat für meine Vorstellungen vom Spiel schnell über den Haufen geworfen und ich war mir sicher auch später keine Simulation zu bekommen.

Mehr Minispielsammlung als Simulation

Die Königin gab mir dann unsere erste Arbeit. Mein erster Auftrag war das gelernte umzusetzen, Pollen zu sammeln und damit den Vorrat des Volkes für den Winter aufzufüllen. Viel mehr gibt es dann auch nicht. 3 Minispiele haben sich noch in das Gameplay geschlichen. Im ersten Minispiel gibt es noch Kämpfe gegen Wespen und Hornissen über ein QuickTime Event. Wählt man den höheren Schwierigkeitsgrad, dann wird das Ganze minimal aufwendiger.

Im zweiten dann ein Rennen, bei dem Ringe durchflogen werden müssen. Verpasst man zu viele beginnt der Spaß von vorn. Eine Möglichkeit die Abschnitte zu überspringen gibt es dann wenn man zu oft scheitert. Das letzte Minispiel ist dann das Kommunizieren über Bewegungen. Dabei wird einer Bewegungsfolgen vorgemacht und wir müssen sie über die Richtungstasten nachahmen.

Abwechslung bietet dann nur noch die kurze Hauptgeschichte. Rund um das eigene Bienenvolk erlebt man sie in knapp 2,5 Stunden, wenn man die Nebenmissionen auslässt. Da hatten die Entwickler zwar ein paar nette Ideen, aber mehr als nett ist das dann auch nicht. Für Kinder aber ist all das bestimmt toll. Nur sind dafür die Hintergrundinformationen zu trocken präsentiert.

Die spannende Welt der Bienen

Zu sehen sind zwei Seiten in einem Lexikon aus dem Spiel. Auf der linken Seite befindet sich die Zeichnung und Informationen über die Stubenfliege und auf der rechten Seite das gleiche über die Gemeine Wespe.
Auf diese Art liefert das Spiel noch weitere informationen zu den Tieren.

Der interessante Teil des Spiels war für mich die Bibliothek. Ja ein Bienenstock mit einer Bibliothek ist wieder im krassen Gegensatz zu einer Simulation, aber dort schaltet man Einträge zu Bienen und vielen Dingen rund um die Welt der Bienen frei. Wenn spielerisch schon nicht viel Wissen über Bienen vermittelt wird, dann müssen es die Einträge richten. Mit den Wissenspunkten können auch noch 3D Modelle freigeschaltet werden. So können wir uns verschiedenen Tiere aus dem Spiel ansehen und neue Skins für die eigene Biene freigeschalten. Will man mehr über Bienen erfahren, dann ist Wikipedia dann aber doch die bessere Wahl.

Wenn ihr Bienen in der echten Welt helfen wollt, dann bietet ihnen eine Trinkmöglichkeit an. Bei mir fülle ich immer ein Vogelbad mit etwas Wasser und Bienen bedienen sich bei dem heißen Wetter gerne daran.

Fazit zum Bee Simulator

Meine Erwartungen an den Bee Simulator haben sich nicht erfüllt. Das Spiel richtet sich an Eltern die gerne etwas mit ihrem Kind spielen wollen und dabei ihnen bei den Hintergrundinformationen helfen. Gemeinsam die Welt der Bienen zu entdecken funktioniert hier bestimmt klasse, wobei es noch schöner gewesen wäre wenn die Informationen spielerisch vermittelt würden. Das Spiel schreit nach einer Biene Maya Lizenz und einer noch Kinder freundlicheren Umsetzung. Mit Maya spielerisch den Park zu erkunden wäre besonders für Kinder und dazu immer wieder Informationen über Bienen und ihren Lebensraum einzustreuen wäre einfach toll gewesen.

So bleibt mir wirklich nur die Empfehlung es im Eltern Kind Gespann gemeinsam zu spielen wenn man es über ein Spieleabo frei Haus bekommt, oder für 5 bis 10 € maximal.

Links

Wikipedia über Honig

Wikipedia über die Bienenkönigin

Wikipedia zu den Honigbienen

Mehr zu Wildbienen

Die Seite zum Spiel auf Steam

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