Far Cry 6 barrierefrei ins Altbekannte

Far Cry 6 ist wie die Currywurst an der Frittenbude. Man weiß was man bekommt, es ist immer gleich, aber Kenner finden die Feinheiten, die anders sind. So habe ich mich auch wieder in die ersten Stunden Far Cry gestürzt.

Alles wie immer in Far Cry 6?

Eigentlich wollte ich Far Cry 6-mal ausführlich besprechen, aber hier setzte dann zu schnell die Ermüdung ein. Auch wenn ein paar Dinge anders und besser gemacht werden, so ist es ein Standard Far Cry wie es schon die Vorgänger waren. Wieder gibt es einen Oberbösewicht, der am Anfang auftaucht und dann nur noch in Zwischensequenzen, bis es dann im Finale auf ein Aufeinandertreffen kommt. Wieder muss ich Außenposten erobern und Giftvorräte zerstören. Diesmal keine Droge, aber ein giftiger Dünger. Die Prepper Verstecke sind durch besondere Kisten abgelöst worden, wo ich die „Schlüssel“ finden muss und die Regionen haben auch wieder Hauptmänner, die ich dann noch ausschalten soll. Wie gesagt das ist der Kern von Far Cry und wer zu viel davon hatte, der wird mit dem sechsten Teil nicht glücklich werden. Für die anderen gibt es den bisher spaßigsten Punkt im Spiel.

Die Waffen und das Basteln

Was mir in den Stunden bisher den größten Spaß bereitet hat, waren die Waffen und ihre Modifikationen. Für das Bekämpfen des Regimes erhalte ich Erfahrungspunkte und damit steige ich dann auch im Rang auf. Je nach Rang gibt es neue Bauoptionen für das Auto, die Gadgets und die Waffen. Mir persönlich hat es dann auch Spaß gemacht die unterschiedlichen Visiere, Aufsätze, Munition usw. auszuprobieren. Die Maschinenpistole mit Giftigen Patronen verlangsamt zwar gut Gegner und vergiftet sie auf Dauer, aber macht dafür kaum direkten Schaden durch den Beschuss. Das trägt das Spiel schon ein Weilchen, da ich ja auch erstmal das Material dafür sammeln musste, aber dann gab es noch den größten Knackpunkt für mich.

Dazu kommen dann noch die verschiedenen Kleidungsstücke, aber ich benutze einfach das erste Set durchgehend.

Der kaum vorhandene Schwierigkeitsgrad

Das Spiel bietet 2 Schwierigkeitsgrade an. Den Action Modus, in dem der Kampf schwerer sein soll und das Spiel insgesamt eine größere Herausforderung sein soll.

Der zweite Schwierigkeitsgrad ist der Story Modus, der für alle gedacht ist, die sich wirklich nur auf die Geschichte des Spiels konzentrieren will.

Schwer ist hier aber nichts, außer man begibt sich in die Gebiete, die erst später in der Handlung erobert werden sollen. Folgt man dem Handlungspfad sind nur die gescripteten Sequenzen etwas herausfordernd. Ansonsten ist man im Stealth Modus allem überlegen. Versucht man es weniger subtil und stürmt einfach rein, ist es alles noch gut machbar. Oft reicht es sich in eine Ecke zu hocken und einen nach dem anderen zu erledigen. Das hat arg an meiner Motivation gekratzt.

Die Barrierefreiheit von Far Cry 6

Das muss mal gelobt werden und das ist der Grad an Barrierefreiheit der hier geschaffen wurde. Auch wenn ich selbst nicht betroffen bin, ist es beeindruckend was alles geboten wird, damit möglichst viele Menschen das Spiel erleben können. Gleich zu Beginn werden Einblendungen vorgelesen, was auch Menschen, zum Beispiel mit Leseschwäche, den Einstig in das Spiel ermöglicht. Danach folgen dann noch weitere Einstellungen.

Die Einstellungsmöglichkeiten zur Barrierefreiheit in Far Cry 6

Hier mal ein Überblick über die Optionen:

Menü-Sprachausgabe: Menüpunkte werden vorgelesen

Farbfehlsichtigkeit: Rote Anzeigen im Spiel können in Gelb angezeigt werden

„Sehvermögen“ Voreinstellung: Alle Einstellungen werden auf eingeschränktes Sehvermögen eingestellt

„Kognition“ Voreinstellung: Kognitive Belastung im Spiel und den Menüs wird verringert

„Motorik“ Voreinstellung: Motorische Barrierefreiheit wird im Spiel und den Menüs verbessert

„Bewegung“ Voreinstellung: Übelkeit durch schnelle Bewegungen wird durch diese Einstellung verhindert

„Hörvermögen“ Voreinstellung: Auditive Barrierefreiheit wird in den Menüs und im Spiel verbessert.

Fazit

Ich feiere die Entwickler für ihren Einsatz für die Barrierefreiheit, weshalb es mich schon schmerzt, einzugestehen, dass bei mir die Far Cry Müdigkeit zugeschlagen hat. Wäre das Spiel herausfordernder, könnte ich noch mehr Reiz aus den Kämpfen ziehen, aber so bleibt tritt es in vielen Bereichen auf der Stelle. Ein paar Dinge macht der Teil besser als die Vorgänger und das habe ich auch deutlich gemerkt. Mir reichte das aber nicht aus, um aus dem Altbekannten etwas Neues zu machen.

Mal sehen ob und wie weit ich es noch spielen werde, aber bei dem aktuellen Stand bleibt es bei einem Kurz Hineingestolpert.

Kommentar verfassen

Powered by WordPress.com. von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: