Das letzte gute Simpsons Spiel

Lange Jahre begleiteten mich die Simpsons mit unzähligen Geschichten aus Springfield. 2007 erschien das letzte gute Spiel rund um Homer, Marge, Maggie, Lisa und Bart. Warum erschien kein weiteres Spiel mehr und lag es dann doch an Simpsons The Game? Werfen wir einmal gemeinsam einen Blick auf das Spiel.

Da springen die Simpsons

Mein Traum von einem Simpsons Spiel war damals ganz eindeutig ein Open World Spiel, dass mich Springfield und seine Einwohner erkunden lässt. Mit Hit and Run gab es 2003 schon den ersten Versuch diese Spielerfahrung zu liefern. Begrenzt wurde es durch die technischen Möglichkeiten. Das Spiel war gut, aber ich wollte mehr. 2007 erschien Simpsons das Spiel und ohne mich vorher damit genauer zu befassen marschierte ich in den Laden und kaufte die Playstation 3 Version des Spiels.

Das Playstation 3 Cover

Das Intro zeigte dann auch die große Stärke des Spiels. Zwischensequenzen, die der Serie in nichts nachstanden. Nicht nur die Simpsons haben hier Auftritte, sondern auch viele andere Bekannte aus Springfield. Der Humor zündete einfach und die Charaktere waren genau so liebevoll vertont und gezeichnet wie im Film und Serie. Der erste Level zeigt aber auch die Schwächen des Spiels, denn im Kern ist es ein Jump an Run Spiel mit leichten technischen Problemen, dass viel Potential liegen lässt.

2 Hauptprobleme hat das ganze für mich gehabt. Die Kamera ist für die Jump and Run Passagen immer wieder ein Problem. Da klappen Sprünge nicht weil man die Abstände falsch einschätzt, oder etwas übersieht, oder die Kamera verschwindet in Objekten. Für so ein Spiel ein massives Problem, wenn die Grundlagen holprig funktionieren. Das zweite Problem sind die “Prügelpassagen”. Die Faustkämpfe, oder Marges wütender Mob sind zum Beispiel halt sehr einfach gehalten und spielen sich auch so. Wenn da nicht der Simpsons typische Humor wäre, dann würden die Abschnitte keinen Spaß machen.

Ein Film zum selbst spielen

Das ist auch der große Pluspunkt. Die Geschichte und wie sie erzählt wird, wirkt wie Belohnungen für das Spielen. In den Spielpassagen gibt es zwar auch kleine Häppchen der Geschichte und viele witzige Dialoge, aber die Zwischensequenzen spielen da auf einem anderen Level. Die sind genau das was man von einer Folge Simpsons erwartet. Auf dem gleichen Niveau wie in der Serie erleben wir hier eine wilde Episode, wegen der allein sich das spielen schon lohnt. Auf die werde ich nicht groß eingehen, da ich hier nicht groß Spoilern will. Ich will daraus nur die Fähigkeiten rausnehmen. 

Zum Beginn in der Geschichte findet Bart die Spielanleitung von Simpsons the Game und damit schaltet er die besonderen Fähigkeiten frei.Wie in Superheldenfilmen haben Bart, Homer, Marge, Maggie und Lisa besondere Fähigkeiten. Immer eine Angriffs- und weitere Spezialfähigkeiten. Bart hat zum Beispiel seine Steinschleuder und kann als Bartman kurz durch die Luft gleiten, oder Seilrutschen verwenden. Das sorgt zwar für Abwechslung, aber auch hier stört die Kamera gerne mal. Wenn Homer als dicke Kugel durch ein Level rast, dann geht die Übersicht schnell verloren. Sie bleibt in dem Fall viel zu nah an Homer, anstatt in eine Übersicht aus der Distanz zu wechseln.

Bartman in Aktion

Zwischen den Missionen kann man Springfield frei erkunden und trifft dabei überall auf ihre Einwohner. Zu tun gibt es da aber nur die Sammelobjekte für alle Charaktere zu sammeln. Das hatte mich früher zwar noch halbwegs interessiert, aber inzwischen reizen mich so Sammelobjekte nicht mehr, wenn sie nur der Spielzeitstreckung dienen. In der Stadt rumzulaufen auf dem Weg zur nächsten Mission ist aber trotzdem schön.

Wer sich aber selbst ein Bild vom Spiel machen will, der kann das in meinem Let´s Play tun. Allein wegen der Zwischensequenzen lohnt es sich:

Das letzte Simpsons Spiel

Ein Jahr nach Release sind von Simpsons das Spiel bereits 4 Millionen Einheiten verkauft worden laut EA. Als Flop kann es so also nicht gelten. (Quelle) 2012 erschien dann aber mit tapped out ein Mobile Ableger der Simpsons und zeigte sich als großer Erfolg für EA. Seit 10 Jahren spült es konstant Geld in die Kassen und hat dabei bei weitem nicht den Aufwand bereitet, den ein neues Vollpreisspiel benötigen würde. Pflege eines bestehenden Titels ist halt einfacher als einen neuen zu entwickeln.

So versauert die Lizenz bei EA in der Schublade. Eine Hoffnung die ich noch habe sind Remaster von Hit and Run und The Game, denn die Hoffnung stirbt zuletzt noch einmal Springfield in einer modernen Version erkunden zu können.

Mein Fazit zu The Simpsons The Game

Auch wenn es seine Probleme hat und mich die Sammelobjekte in der Open World nicht interessiert haben, so hatte ich doch viel Spaß beim spielen. Die Zwischensequenzen sind immer wieder ein Belohnung und auch einige Ideen im Leveldesign sind richtig gut. Wenn das Gameplay jetzt noch mithalten würde, dann wäre es ein geniales Simpsons Spiel. Hier gibt es nun eine Premiere und mein neues Bewertungssystem betritt die Bühne. Ich gebe dem Spiel 3 von 5 zufriedene Ellies.

Links

Wikipedia zum Spiel

Mein Let´s Play

Die Playstation 3 Version des Spiels bei Amazon

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