Star Trek Conquest – Ein zurecht vergessenes Spiel?

Bei meiner Recherche zu Star Trek Spielen, da stieß ich auch auf Star Trek Conquest. Ein Spiel das in meiner Erinnerung nicht mehr vorhanden war. Zurecht, oder ein zu Unrecht vergessenes Spiel?

Hintergründe zu Star Trek Conquest

Das Spiel ist von dem schottischen Entwicklerstudio 4JStudios im Jahr 2007 für die Playstation 2 und die Wii entwickelt worden. Es verbindet Rundenstrategie und Echtzeitstrategie in einem Spiel und soll einen großen Konflikt zwischen der Föderation, den Klingonen, den Breen, den Kardassianern und dem Dominion, darstellen. Der Publisher hinter dem Spiel ist Bethesda Softworks. Ebenfalls von 4JStudios war das 2006 erschienene Star Trek Encounters.

Zuletzt arbeitete das Studio an den verschiedensten Minecraft Portierungen und Entwicklungen.

4JStudios auf Wikipedia und hier ihre Internetseite

Star Trek Conquest das Spiel

Sternzeit 41153,2

Alle Bündnisse und Verträge zwischen den großen Fraktionen des Star Trek Universums sind null und nichtig. Jetzt gibt es nur noch ein Ziel und das lautet siegen. Nachdem man sich für eine der Fraktionen entschieden hat, sucht man sich noch aus mit welchem der 3 Admirälen man beginnt.

Jeder bringt seine Vorteile mit sich, allerdings können auch die anderen noch im Laufe des Spiels eine Flotte befehligen. Jede Fraktion startet auf einer Strategiekarte mit einem System und hier trifft man auch die wichtigen Entscheidungen.

Man baut Systeme aus, betreibt Forschung, stellt Flotten auf, oder verstärkt sie und am Ende geht es immer darum neue Systeme einzunehmen und die anderen Fraktionen zu schlagen.

Die Gefechte

Greift man ein System an, oder verteidigt es, so hat man die Wahl, ob man den Kampf simulieren lassen will, oder es selbst ausfechten will.

Bei der Simulation blickt man auf einen Bildschirm, auf dem die Flotten gegenübergestellt sind, wobei sie sich so lange beschießen, bis eine Seite vernichtet ist, oder flieht.

Der Echtzeitkampf ist da schon interessanter. Man steuert ein Schiff der Flotte und wählt mit dem Stick die Feuerrichtung aus. Sobald geladen, feuert man dann mit seinen verschiedenen Waffen auf die gegnerischen Schiffe, bis erst ihre Schilde und dann ihre Hüllen brechen.

Greift man eines der Systeme an, die noch nicht von einer der großen Fraktionen besiedelt wurde, so trifft man dort auf eine der „kleinen“ Fraktionen. Ich fegte in meinem Probespiel zum Beispiel die Ferengi aus dem Orbit. Diese stellen zwar keine große Herausforderung dar, allerdings bieten sie die Möglichkeit zum Üben der Gefechte. Stationäre Verteidigung im Orbit feuert dann noch zusätzlich auf den entsprechenden Gegner und bei zu großer Übermacht hilft nur die Flucht, denn am Ende wird hier Feuerkraft gegen Verteidigung aufgerechnet und welche Zeit zuerst runtergeschossen wurde, die verliert den Kampf.

Nichts Komplexes, aber durchaus spaßig, wenn man nicht zu viel von dem Spiel erwartet.

Die Strategiekarte

Die Strategiekarte von Star Trek Conquest

Auf der Übersichtskarte sind alle Systeme und Flotten dargestellt. Geht man auf ein System, dann kann man es entweder ausbauen mit Raumstationen, Minen, Forschungseinrichtungen und Verteidigunsanlagen, oder man baut Schiffe. Zur Auswahl stehe da 3 Typen. Aufklärung, Fregatten und Kampfschiffe. 

Die Systeme selbst produzieren je nach Ausbau, Geld und Forschungspunkte. Das ist dann auch der strategische Anteil des Spiels. Die richtige Mischung aus Ausbau der Systeme und dem Aufbau von Schlagkräftigen Flotten, ist entscheidend für den Erfolg.

Die Forschung ist simpel gehalten. Man sammelt Forschungspunkte und schaltet damit bessere Waffensysteme frei. Auch hier nichts, wovon man erschlagen wird.

Fazit

Insgesamt ist Star Trek Conquest ein mittelmäßiges Spiel, dass man ganz gut spielen kann, wenn die Lust auf ein, nicht übermäßig komplexes, Strategiespiel über einen kommt und ein Setting im Star Trek Universum da noch bevorzugt wird. Diese Mittelmäßigkeit ist rein spieltechnisch gesehen auch sein größtes Problem. Es spielt sich so weg und vielleicht kann ich mich gerade deswegen nicht daran erinnern es mal gespielt zu haben, obwohl ich mir früher eigentlich jedes Star Trek Spiel zu mindestens mal angesehen habe.

Das störende ist aber der Umgang mit der Vorlage. Hier werden alle Grundwerte des Star Trek Franchise über den Haufen geworfen und es gibt nur noch Krieg als einzigen Weg zum Erfolg. Dabei bietet Star Trek mit dem Spiegeluniversum doch sogar eine Lösung für diesen Kontrast. Dort wäre ein solches Kriegsszenario deutlich passender umsetzbar gewesen und etabliert genug war es ja auch zu diesem Zeitpunkt bereits.

Hier findet ihr eine Übersicht der bisher von mir entdeckten Star Trek Spiele: Zur Übersicht

Das Spiegeluniversum im Nachtrag

In der zweiten Staffel der Original Star Trek Enterprise Serie kommt es in der zehnten Folge (Mirror, Mirror) zum ersten Aufeinandertreffen mit dem Spiegeluniversum. Durch einen Transporter Unfall werden Kirk, Spock und Uhura mit ihren Gegenstücken aus dem brutalen parallelen Universum ausgetauscht.

Dort hat die Erde eine andere Entwicklung genommen und hat durch Krieg und gnadenlose Unterwerfung ein Imperium aufgebaut.

Immer wieder wird das Thema über die verschiedenen Serien wieder aufgegriffen und weiter auserzählt. Quelle: Wikipedia

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