Star Trek – Zusammen wo allein besser wäre

Das Jahr 2013 brachte und mit Star Trek Into the Darkness den elften Film und mit Star Trek dem Videospiel gleich 2 Möglichkeiten Abenteuer der neuen Crew der alten Enterprise mitzuerleben.  Was im Film gut gelang, funktionierte in dem Koop Deckungsshooter nur mäßig. Aber war es wirklich so schlecht wie die Tests es damals beschrieben haben?

Star Trek klingt hervorragend

Ich fange doch mal mit dem guten an und das ist vor allem die Synchronisation. Wer die Filme auf Englisch gesehen hat, der wird begeistert feststellen, dass alle wichtigen Rollen von ihren realen Schauspielern gesprochen wurden. Kirk (Chris Pine) und Spock (Zachary Quinto) sind die 2 spielbaren Charaktere und gerade bei ihnen funktioniert die Chemie untereinander einfach. Auch die anderen Charaktere sind im Original vertreten, was dem Spiel von Beginn an gut tut. Auch die restlich Soundkulisse erzeugt eine gute Atmosphäre und lenkt sogar fast von dem sehr eintönigen und geradlinigen Spiel ab. 

Tja und da ist er der Haken an dem Ganzen und das ist das Spiel selbst. 

Viel Spiel für wenig Handlung

Die Handlung ist schnell erzählt, denn die Entwickler wollten hier was Eigenes erschaffen und das haben sie auch, aber nichts Gutes. Wenn die Handlung einer Serien Episode auf die Länge einer Filmtrilogie ausgewalzt würde, dann ergibt sich daraus das Star Trek Videospiel. Die Enterprise reagiert auf den Notruf einer Vulkanier Raumstation, rettet die Besatzung, stellt fest was sie dort gemacht haben und verfolgt dann die Diebe eines wichtigen Bestandteils des Terraformingprogramms für Neu Vulkan.

Wer sich für die Details der Handlung interessiert, dem empfehle ich mein Let´s Play zum Spiel. Ich bin mit niedrigen Erwartungen gestartet und habe dafür dann doch erstaunlich viel Spaß, aber würde aber dadurch nichts an meiner Kritik ändern. Also hier das Let´s Play und danach geht es im Artikel weiter über das Spiel hinter der Handlung:

Wenn die Handlung nicht begeistern kann und außer den Hauptcharakteren auch keine anderen interessanten Charaktere eingeführt werden. Auf der Station der Vulkanier trifft man schnell auf den ersten Charakter, der eine spannende Geschichte einbringen könnte, aber leider verschwindet sie dann wie alle anderen schnell wieder. Kein Tiefgang und alles nur um die Haupthandlung voranzubringen. Da hätte ich mir mehr Liebe zum Detail bei der Charakterentwicklung gewünscht. Da stellt sich mir die Frage, ob das Gameplay die Schwächen ausgleichen kann und leider gelingt das nicht.

Star Trek und zu zweit schießt es sich schöner

Das Spiel ist als kooperativer Deckungsschooter ausgelegt worden, der allerdings auch allein gespielt werden kann. Die KI übernimmt dann die Kontrolle über den zweiten Charakter, was zu vielen lustigen Szenen führt. Es muss wohl Vulkanische Logik sein stumpf gegen eine Wand zu laufen, oder direkt vor Gegnern lang zu laufen, während wir schleichen wollten.  Zu Beginn gibt es die Möglichkeit sich zu entscheiden, ob man lieber als Kirk oder als Spock spielen will. Eine große Auswirkung auf die Geschichte hat dies allerdings nicht. Entweder läuft dann halt Kirk oder Spock hirnlos rum und nein damit ist nicht die von mir gesteuerte Figur gemeint. Also meistens nicht.

Die Steuerung ist leider schwammig und nicht so präzise wie man es heutzutage gewöhnt ist. Immer wieder weigert sich mein Kirk in Deckung zu gehen und ihn präzise durch die Level zu bewegen, funktioniert auch nicht immer. Da ist das klassische Deckungssystem schon fast eine Erleichterung, da er mit dem gedrückt halten der Kreis Taste automatisch zu einer anvisierten Deckung wechselt. In den Kämpfen ist Spock dann aber doch auch nützlich, da er mich immer wiederbelebt, wenn ich mal zu viel Schaden nehme. Die Gefechte können auch nicht tödlich geführt werden, allerdings habe ich das schnell ignoriert.

Auch nicht tödliche Angriffe sind möglich.

Zwischen den Arenakämpfen erwarten uns viele Korridore und andere lineare Wege, die leider nichts bieten, um ein genaueres Hinsehen zu rechtfertigen. Gerade zu Beginn habe ich mir die Umgebung noch genauer angesehen und gehofft interessantes zu entdecken, aber das ließ schnell nach. Ja es gibt platzierte Objekte, aber die scannt man kurz mit dem Tricorder und erhält ein paar Erfahrungspunkte. Auch optisch ist hier schnell die Langeweile eingekehrt. Wenn ihr es spielt, dann versucht da zügig durchzukommen.

Minispiele und andere Auflockerungen

Um das Spielgeschehen aufzulockern haben die Entwickler auch andere Tätigkeiten eingebaut. Mal gibt es eine Batterie einzusetzen, oder einen Knopf zu drücken. Da sollte man nicht zu viel erwarten und meistens wirkt es eher lästig als eine positive Abwechslung im Spiel. Erst positiv überrascht war ich, dass auch die Enterprise zum Einsatz kommt, aber auch hier Schlug die Realität des Spiels zu. Wir steuern nichts direkt, sondern dürfen nur in stark gescripteten Events eine Ballerbude wie auf Schienen durchfahren. Nett, aber mehr auch leider nicht.

Das Koopgameplay wird dann aber ab und zu mit Minispielen ergänzt, die nicht schwer sind, aber von beiden Eingaben erfordern. Die KI übernimmt dann hier auch den Teil des Anderen, wenn man allein spielt. Ja zu Beginn auch nett. Ich glaube es ist halt auch ein Problem, wenn so ein Spiel allein und zu zweit spielbar sein muss. Das führt zu Kompromissen, die dem Spiel nicht helfen einen besseren Eindruck zu hinterlassen. Einen Fokus auf einen reinen Singleplayer wäre hier die bessere Wahl gewesen, wobei aber auch die Spielwelt mit mehr „Leben“ gefüllt werden müsste.

Fazit zum Star Trek Spiel

Das Spiel hat gute Ansätze, aber dabei bleibt es leider. Die Vertonung wertet es nochmal deutlich auf, wobei bei mir schnell Ernüchterung einkehrte, als ich festgestellt habe wie leer die Level sind und wie gering der Schwierigkeitsgrad außerhalb der Kämpfe ist. Sollte man es mal nachholen? Gebraucht gibt es die PS3 Version bereits für 9€. Niedriger Preis und so niedrig sollten auch die Erwartungen sein. Seht euch mein Let´s Play an und das dürfte reichen. Wenn euch nach der ersten Folge die Lust darauf packt, dann holt es nach. Ich habe damit eine Wissenslücke geschlossen und werde es bei Gelegenheit mal beenden, aber erstmal ist Far Changing Tides dran. Das ist auch darauf ausgelegt allein gespielt zu werden.

Ansonsten lohnen sich die Filme auch nochmal anzusehen. Ihr findet sie hier über meinen Amazon Partnerlink bei Amazon, oder über Amazon Prime.

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