Submerged – Gute Idee, schlechte Umsetzung

Submerged lag schon Jahre auf meinem Pile of Shame. Mitgenommen in einem der unzähligen Sales im Playstation Store, musste ich erst eine leichte Grippe bekommen, um es mal in Angriff zu nehmen. Erlebt habe ich ein Spiel von 2015, bei dem ich mir gewünscht hätte, dass da mehr Spiel und eine bessere Technik drin wären.

In Submerged ist der Klimawandel Geschichte

Submerged (untergetaucht) spielt in einer Welt die den Klimawandel in seiner vollen Härte erlebt hat. Die Pole sind geschmolzen und weite Teile der Erde sind überflutet. Die Zivilisation wie wir sie kennen gibt es nicht mehr. Dort beginnt die Geschichte zweier Geschwister. Hier werde ich allerdings nur grob beschreiben was in der Story passiert, da es der einzige richtige Pluspunkt des Spiels ist.

Miku versorgt ihren Bruder

Als Miku steuern wir, mit unserem verletzten Bruder Taku, ein motorisiertes Boot in eine versunkene Stadt. Ein Ziel treibt uns an und das ist die Rettung unseres Bruders.  Von der Stadt ragen nur noch die Dächer und die obersten Stockwerke aus den Fluten heraus. In den Resten einer alten Kirche legen wir unseren Bruder an einer sicheren Stelle ab und machen uns, mit unserem Boot, auf die Suche nach Hilfslieferungen aus der Zeit des Untergangs. Mit jedem Paket sichern wir das Leben von Taku und opfern dabei ein Stück der Gesundheit von Miku.

Eine der Hilfslieferungen

Wieso die geflohen sind und wie sich Taku verletzt hat, erfahren wir im Laufe des Spiels über Rückblenden in Bilderform. Diese Sammelkarten erzählen andeutungsweise die Geschichte von den beiden und in Stadt findet man weitere Karten, die die Geschichte der Stadt erzählen. Die Bilder müssen vom Spieler interpretiert werden und eröffnen so erst die Hintergründe der Geschwister und der Stadt. Auch wer die mysteriösen Wesen sind, die uns die ganze Zeit beobachten, wird nur angedeutet.

Die myseriösen Wesen

Gameplay, Technik und ein wenig Blendwerk

Submerged kann richtig schön sein. Auf Bildern. Der Fotomodus ermöglicht es die stimmungsvolle Beleuchtung richtig einzusetzen und damit wirklich schöne Augenblicke einzufangen. In Bewegung verliert es seinen Charme leider. Träge Animationen und eine Optik, die keinen zweiten Blick nötig macht. Das sieht nicht schön aus. Gespielt habe ich die Playstation 4 Fassung auf der PS5 und ich hatte es vom ersten Anspielen damals auf der PS4 auch als etwas ruckelig in Erinnerung. So oder so macht es bei der Technik keinen guten Eindruck.

Das Spiel wurde vom Entwickler Team als Casual Game bezeichnet und sollte weniger Herausforderung und mehr Einladung zum Verweilen sein. Das läuft dann so ab, dass man die Welt erst mit einem Fernglas nach interessanten Punkten absucht und diese dann mit dem Boot ansteuert. 3 Punkte gibt es zum Entdecken. Bootsverbesserungen, um den Boost des Bootes zu verbessern, Sammelkarten, um die Geschichte freizuschalten und die Hilfslieferungen.

Verteilt in der Welt findet man Sammelkarten

Die Bootsverbesserungen treiben direkt im Wasser und können auch einfach eingesammelt werden. Die Sammelkarten und die Hilfslieferungen befinden sich auf den Gebäuden. Das ist dann auch das Kerngameplay von Submerged. Die meisten Punkte müssen erklettert werden, was aber auch nicht kompliziert ist. Den linken Stick einfach in die Richtung in die geklettert werden soll und der Rest passiert von allein. Das was man noch als gewisse Herausforderung ansehen kann, ist das Finden des direkten Wegs. Abseits findet man dann allerdings Sammelkarten. Scheitern oder sterben kann man im Spiel nicht.

Das Studio hinter Submerged

Upper Cut Games wurde 2011 von Ed Orman, Andrew James und Ryan Lancaster gegründet, die aus der AAA Spielentwicklung, wie zum Beispiel Bioshock, aussteigen wollten, um in ihrem Indie Studio eigene Ideen umzusetzen. 2012 stießen dann noch John Travers und Evan Zachariadis und 2014 Ben Driehuis dazu.

Sie produzierten einige kleinere Tietel und zuletzt das Stadia ecklusive Submerged: Hidden Depths. Die Fortsezung von Submerged, die aufgrund der Plattform, aber kein großes Publikum erreichen kann. Bisher kannte ich auch nur 2 ihrer Spiele und die auch nur aus dem Apple AppStore. Mit Epoch und Epoch 2 haben sie Actionspiele geschaffen, die ganz ordentlich sein sollen. Muß ich mir vielleicht mal für Hineingestolpert Mobile ansehen.

Fazit

Klettern als Lebensziel

Wer das Turmklettern in UbiSoft Spielen immer großartig fand und den ganzen Rest nicht mochte, der wird hier glücklich werden. Mit einer ausklingenden Grippe im Gepäck ist es aktuell für mich genau das richtige gewesen. Würde ich das Spiel anderen empfehelen? Absolut nicht. Zuwenig Spiel steckt in Submerged und das was da ist, ist heute auch technisch veraltet. Ich hatte es damals in einem Sale für unter 5€ mitgenommen und hatte knappe 2 Stunden Ablenkung vom monotonen auf der Couch festhängen. Es erfüllte so seinen Zweck und immerhin hatte es eine Hintergrundgeschichte, über die ich nachdenken konnte und ich konnte endlich wieder was für Hineingestolpert schreiben.

Auch Miku leidet unter einer Krankheit

Ich muss mir den Text aber nochmal ansehen wenn ich wieder fit bin.

Quellen

Interview von GamingBolt mit Ed Orman

Der Wikipediaeintrag

Die offizielle Seite von Uppercut

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