The Wandering Village – Auf dem Rücken der Welt

Gestern startete The Wandering Village in den Early Access. Darauf hatte ich mich nach der Demo bereits gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Die ersten Stunden habe ich mit meinem Dorf auf Onbus Rücken verbracht und es wird Zeit für einen ersten Eindruck.

Das besondere an The Wandering Village

Aufgefallen war mir der Titel durch sein ungewöhnliches Setting. Ich mag Aufbausimulationen, ich mag kreative Spielideen, aber ich mag eigentlich keinen Early Access. Jetzt habe ich das Spiel nicht einfach auf der Wishlist versauern lassen können und habe es zum Release gekauft. Was mich in The Wandering Village erwartete ist anders als alles, was ich sonst so spiele. Wie viele Spiele bieten die Möglichkeit den Rücken eines riesigen Dinosauriers zu besiedeln und ein ganzes Dorf darauf zu bauen? Tja damit hatten mich Stray Fawn Studios schon so gut wie überzeugt. Den Rest machte die Demo vor einigen Wochen.

Onbu in voller Pracht

Nicht nur der Standort ist das besondere, sondern auch die Grafik. Vom ersten Moment an hatte ich mich ein Stück weit in die Kombination aus Handgezeichneten und animierten Grafiken verliebt. Das sieht einfach schön aus und zeigt wieder, dass weniger manchmal mehr ist. Das ganze in Bewegung zu sehen und den Einwohnern bei der Arbeit zuzusehen macht schon Spaß, aber einen Nachteil des Grafikstils muss ich doch erwähnen. Geht man nah ran mit der Kamera merkt man dann, dass durch die Art der Darstellung teilweise wenig Details zu sehen sind. Gelitten hat darunter der Gesamteindruck nicht besonders stark.

Bevor ich zu Onbu komme, erstmal was zum grundsätzlichen Spiel.

Die Aufbausimulation und Onbu

Man kennt das, wenn zu Beginn nichts außer einer Hand voll Einwohner, einige Vorräte und sonst nur ungezähmte Natur zu sehen ist. So fängt auch The Wandering Village an. Die ersten Aufträge müssen dann verteilt werden. Beeren sammeln, Bäume fällen und Steine abbauen sind noch normale Schritte. Die ersten Gebäude sind auch noch recht gewöhnlich. Hütten für die Einwohner, ein Lager und eine Hütte für Beerensammler. In dem können die dort eingesetzten Arbeitskräfte automatisch nahgelegene Beeren pflücken. Wenn Nahrung und Rohstoffe gesichert sind, beginnt der Spaß erst.

Erste Felder wurden angelegt und davor ist die Küche bereit die Ernte zu verarbeiten.

Ein gebauter Wassersammler versorgt uns mit Wasser, solang die Luftfeuchtigkeit ausreichend ist. Mit dem Wasser können auf einer Farm dann Rüben angebaut werden, die auch roh unsere Dorfbewohner mit Nahrung versorgen. Eine Küche für die Weiterverarbeitung muss erst erforscht werden. Wir können aber nicht nur Dinge für uns erforschen, denn wir sitzen schließlich auf dem Rücken von Onbu. Wäre schon großartig mit ihm zu kommunizieren, denn nur gemeinsam können wir in dieser Welt überleben. Wer bei der Rohstoffgewinnung zu rücksichtslos vorgeht, sollte sich aber auf Probleme einstellen. Das fängt schon an, wenn wir seine Stachel abbauen. Eine gute Quelle für viele Steine, die Onbu aber schmerzt bei Abbau. Von seinem Blut und anderen Teilen seines Körpers fange ich gar nicht erst an, denn das Zusammenleben wird mit der Zeit immer komplexer.

Werbeanzeigen

Wir können Onbu füttern, wenn er selbst keine Nahrung findet, indem wir Pilze für ihn anbauen und zubereiten. Wird er krank können wir ihn behandeln und wenn er uns vertraut, dann können wir ihm auch Anweisungen geben. Mal die Marschroute anpassen, oder ihm einfach eine Pause verordnen. Neben dem Dorfausbau ist das der spannendste Teil des Spiels. Finden wir eine gute Route über den Planeten kann das Leben viel einfacher werden. Bessere Klimazonen, oder einfach nur bessere Orte für unsere Kundschafter zum ausbeiten, können den Unterschied zwischen Erfolg und dem Ende des Dorfs ausmachen. Wie meine aktuelle Reise auf Onbu verläuft, dass könnt ihr hier verfolgen:

Stray Fawn Studio

Gegründet wurde das Schweizer Studio von Micha Stettler und Philomena Schwaab in Zürich. Seit 2016 entwickelten sie bereits verschiedene Simulationen, aber mit The Wandering Village haben sie ihr bisher größtes Projekt an den Start gebracht. Wenn ihr mehr über sie erfahren wollt, dann findet ihr den Link zum Studio unten bei den Links.

Mein Fazit zu The Wandering Village

Der erste Eindruck hat mir bereits gefallen. Für 22,49€ Einführungspreis erhält man ein Spiel, dass schon jetzt einen runden Eindruck macht. Beweisen muss es sich jetzt noch in der Langzeitmotivation und ob die Mechaniken alle so funktionieren wie sie es sollen. Ich würde trotzdem bereits eine Kaufempfehlung geben für alle, die das gezeigt überzeugt. Selbst wenn ihr doch noch warten solltet, ist der endgültige Preis von 25€ noch ein Schnäppchen. Ich mache mich mit Onbu jetzt weiter auf den Weg und baue mein Dorf auf dem Rücken der Welt.

Links

Das Spiel auf Steam

Stray Fawn Studios

Offizielle Seite zum Spiel

Kommentar verfassen

Powered by WordPress.com. von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: