Weird West – Ersteindruck und Tipps zum Spieleinstieg

Wenn ein Spiel vom Publisher Devolver rauskommt, dann sollte man es sich immer mal ansehen und bei Weird West wurde ich nicht enttäuscht. So ein abgedrehtes Dark Fantasy Wild West Szenario habe ich noch nicht gesehen. Stunden später habe ich noch immer nicht genug von dem Twinstickshooter und damit euer Einstieg besser gelingt gibt es zu meinem ersten Eindruck noch 12 Tipps zum Spieleinstieg.

Weird West und der etwas andere wilde Westen

Hier darf noch geschossen werden

Das man es hier nicht mit einem „normalen“ Western Szenario zu tun hat, merkt man direkt beim Intro. In einem Moment sitzen wir noch in eine Kutte gehüllt und an einem Stuhl gefesselt in einem mysteriösen Ort und kurz danach erwachen wir im Körper einer ehemaligen Kopfgeldjägerin. Das Brandeisen, dass uns zwischenzeitlich ins Gesicht gedrückt wurde, untermalt die groteske Szenerie nur noch. Aber zurück zur Kopfgeldjägerin, denn sie hatte sich eigentlich zur Ruhe gesetzt, aber gerade als wir sie übernehmen wird ihr Sohn und ihr Hund getötet. Ihr Mann wird von den Mördern entführt, womit wir in einer fast klassischen Rachestory gelandet sind.

Schnell die Umgebung nach nützlichen Dingen absuchen, wobei wir auch einen Spaten finden, mit dem wir unsere Waffen ausgraben. Unseren Sohn und den Hund beerdigen wir hinter dem Haus und schwören Rache. Damit beginnt die Geschichte, aber nicht die hat mich so fasziniert, sondern die Welt selbst hat das geschafft. Cowboys, Ureinwohner und den ganzen Kram kennt man ja zur Genüge und lockt mich nur noch schwer vor den Bildschirm. Sorry Desperados 3, aber genau deshalb habe ich dich bisher nicht gespielt. Hier sind die Landschaften, Städte und Waffen vertraut, wobei sich allerdings schnell zeigt, dass es in dieser Welt viel mehr gibt.

Immer mehr entdecken wir von der Welt

Dark Fantasy ist es was die Welt verändert, sie zu einem brutalen Ort macht und wenn eine Sirene von Banditen mehr Menschen als Nahrung fordert, dann wissen wir, dass hier einiges anders läuft. Die Sirene hat auch unseren Mann, den wir versuchen zu retten. Wir treffen auf Kreaturen, die wir wie die Werwölfe bereits aus Mythen kennen, aber auch auf andere Wesen wie den Pigmen, die eine ziemlich wilde Mischung aus verschieden Wesen zu sein scheinen. Na ja, die Eltern hatten wohl spezielle Vorlieben, aber das beste kommt noch. Einige davon dürfen wir selbst spielen. Auch wenn es bisher nicht so klang, aber man könnte auch fast ohne Tote auskommen, allerdings erhöht das den Schwierigkeitsgrad deutlich.

5 Kapitel und ihr entscheidet, wie ihr vorankommt

Im Laufe des Spiels schlüpfen wir in die Rolle von 5 Personen/Wesen. Was uns da genau erwartet, dass lasse ich aus Spoilergründen dann mal offen. Egal mit wem ihr gerade spielt, ist es allein eure Entscheidung wie ihr spielen wollt, denn auch wenn die Charaktere wechseln, so spielen sie sich doch alle recht ähnlich. Ich habe immer erst begonnen zu schleichen und möglichst viele Gegner lautlos zu erledigen. Das macht das Leben deutlich leichter, sobald die Lage eskaliert. Wenn es dann richtig losgeht, zeigt Weird West seine vielfältigen Möglichkeiten das Leben von Gegnern zu beenden.

Außer den Schuss- und Nahkampfwaffen gibt es noch verschiedensten Wurfgeschossen, um für Stimmung zu sorgen. Da wäre zum Beispiel die Blendgranate, die genau das macht, was der Name aussagt, oder so eine Art Molotowcocktail und natürlich fehlt auch Dynamit nicht. Aber auch in der Welt steht genug herum, um Gebiete in Flammen zu setzen, zu vergiften, oder zu sprengen. Besonders gut wirken sich Flammen auf Ölfässer aus. Eine wahre Freude für Grillfreunde. Wenn Gegner auf euch zustürmen, könnt ihr sie mit Flammen auch auf Abstand halten, oder im zurückgehen anzünden. Das zurückweichen sollte auch zu euren Standardtaktiken gehören.

Das Aufrüsten der Waffen ist auch ein Weg um besser zu werden.

Typisch für ein Rollenspiel ist die Charakterentwicklung über Fähigkeitenpunkte. Nennt sich hier nur anders und wird nicht über Erfahrungspunkte freigeschaltet, sondern gefunden. Fügt sich so aber auch stimmiger in die Spielwelt ein und es gibt 2 Arten. Zum einen die goldenen Pik-Asse für permanente passive Vorteile und Nimp-Relikte Für die Kampffähigkeiten. So kann damit als Beispiel ein Schuss aktiviert werden, der einmalig lautlos mit dem Gewehr abgefeuert werden kann. Das bietet verschiedene Aktionen um Situationen „zu lösen“. Es gibt aber noch viele Möglichkeiten, um sich das Spiel etwas angenehmer zu gestalten.

12 einfache Tipps zum Spieleinstieg

Jeder Anfang ist schwer, aber um es euch etwas einfacher zu machen, habe ich hier 10 Tipps, die euch im Spiel weiterhelfen:

1. Nehmt nicht so viel, oder am besten keine Nahrung mit. Verkauft sie, denn sie nimmt nur Inventarplätze weg und es gibt zusätzlich viel zu wenig Kochmöglichkeiten in den Gebieten. Es gibt auch genug andere Möglichkeiten zum Heilen.

2. Zum Heilen könnt ihr Kakteen nutzen, die es überall gibt. Für 5 Heilungspunkte ist entweder die Frucht essbar, oder er kann erst angestochen und dann das Kakteenwasser getrunken werden. In den Gebieten liegt auch fertig konsumierbare Nahrung rum und es gibt immer wieder Wasserfässer, aus denen getrunken werden kann.

3. Kauft möglichst früh ein Pferd. Damit reist ihr viel schneller über die Karte und erhaltet zusätzliche Inventarplätze.

4. Weicht auch von euren Routen ab und erkundet die Karte. Es gibt viele versteckte Orte zu finden, die es lohnt zu erkunden. Da ist dann das Pferd wieder sinnvoll.

5. Mit Dynamit lassen sich Hindernisse wie zum Beispiel Steinhaufen beseitigen. Das macht vorher versperrte Bereiche zugänglich.

6. Beim Händler sollten immer Dietriche und eine Spitzhacke gekauft werden. Mit den beiden Gegenständen kommt ihr an zusätzliches Loot und Erze in den Missionsgebieten und sollten zu jeder Ausrüstung fest dazu gehören. Bei der Spitzhacke auf die Haltbarkeit achten und eventuell schon mal Ersatz mitnehmen.

7. Kisten und andere Gegenstände können getragen und gestapelt werden. So erreicht ihr vorher unerreichbare Gebiete.

8. Reist auch wieder an bereits besuchte Orte, denn sie werden teilweise wieder zurückgesetzt und bieten auch mal neue Gelegenheiten

9. Einfache Nahkampfwaffen lohnen sich nicht mitzunehmen. Sie lassen sich nicht stapeln, bringen nicht viel Geld und blockieren nur Platz im Inventar.

10. Schusswaffen sind in den einfachen Varianten auch nur Platzverschwendung im Inventar. Verschrottet sie und gewinnt so die Munition aus ihnen. Das bringt euch mittelfristig viel mehr.

11. Verbessert eure Waffen beim Schmied so bald wie möglich. Die Verbesserungen bringen in den Kämpfen einen enormen Vorteil. Das gleiche gilt dann auch entsprechend für Westen usw.

12. Rekrutiert euch Gruppenmitglieder und rüstet sie mit ordentlicher Ausrüstung aus. Sie sind eine starke Hilfe in den Kämpfen und bieten auch zusätzliche Inventarplätze. Das Geld für die Rekrutierung habt ihr so schnell wieder reingeholt.

Let´s Play Weird West

Fazit zu Weird West

Technisch ist das Spiel sicher nicht das beste was ihr aktuell bekommen könnt, aber es macht einfach Spaß und das durchgedrehte Wild West Szenario ist mal was anderes in dem üblichen Fantasy Brei, den Rollenspiele oft anbieten. Wenn man sich Zeit lässt, dann kommt man so auf 30 Stunden Spielzeit und die sind die 40€ schon Wert. Als Teil des Gamepass habe ich es auf der Xbox gespielt und allein mit Weir West hat sich in diesem Monat das Abonnement gelohnt.

Links zum Spiel

Steam Seite des Spiels

Offizielle Spielseite

Devolver Seite

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